Der Tenor mutiert zum Bildhauer

Nach einem umjubelten "Tannhäuser" kam Intendant Andreas Homoki höchstpersönlich auf die Bühne des Opernhauses Zürich. Er hatte nicht anzukünden, dass ein Sänger indisponiert sei (das hätte er ja auch vor der Vorstellung gemacht), sondern die Verabschiedung eines langjährigen Ensemble-Mitglieds. Der bewährte Peter Straka tritt nach 35 Jahren aus dem Ensemble aus. Der Tenor hat mit den grössten Dirigenten gearbeitet, in den berühmtesten Häusern gesungen. In Zukunft wird er nur noch als Gast auftreten. Seine Frau Susanna Straka-Cohen sass in der Loge und applaudierte. Peter Straka hat sich ein zweites Standbein für die Zukunft aufgebaut. Er macht Skulpturen. Da er in der Zürcher Gesellschaft gut verankert ist, verkaufen sie sich gut. Gwyneth Edita Gruberova besitzt eines seiner Kunstwerke.

Uebrigens: Die von der Queen zur Dame geadelte Opernsängerin Gwyneth Jones, die viele Jahre lang ein Star am Opernhaus war, ist zurzeit im Kino zu bewundern. Sie spielt im Film "Quartet", Dustin Hoffmans Regiedebüt über Opernkünstler im (Un)Ruhestand.

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